Startchancen-Kitas: Sozialindex und Qualitätsentwicklungsgesetz (QEG) im Fokus // Startchancen-BlogWie lassen sich Startchancen-Kitas so fördern, dass die Unterstützung wirklich bei benachteiligten Kindern ankommt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des zweiten Expert:innenforums Startchancen Frühe Bildung am 28.04.2026 in Berlin. Im geplanten QEG soll die Förderung noch 2026 verankert werden. Eine entscheidende Frage ist dabei, welche Kitas in herausfordernder Lage durch das QEG zusätzliche Mittel erhalten sollen und nach welchen Kriterien diese Auswahl künftig erfolgen soll. Im Zentrum der Diskussion steht damit die Ausgestaltung eines Kita-Sozialindex, der sicherstellen soll, dass Ressourcen bedarfsgerecht verteilt werden. Welche Ansätze die Länder bereits verfolgen, machte eine vom WZB und der Robert Bosch Stiftung in Auftrag gegebene Länderabfrage des Bildungsdossiers Kuhn + Schleper deutlich, die Holger Schleper auf der Veranstaltung vorstellte. In seinem Gastbeitrag im Startchancen-Blog ordnet Holger Schleper die Ergebnisse der Länderabfrage ein und zeigt, welche unterschiedlichen Instrumente und Kriterien die Länder bereits heute für eine bedarfsorientierte Mittelverteilung nutzen - und wo noch Klärungsbedarf mit Blick auf das QEG besteht. Bund-Länder-Roadmap für bessere Bildung beschlossen // BMBFSFJAls Reaktion auf den IQB-Bildungstrend 2024 haben Bund und Länder eine gemeinsame Roadmap für bessere Bildung beschlossen. In den nächsten zehn Jahren sollen Mindeststandards häufiger erreicht, Leistungsspitzen gestärkt und Bildungsungleichheiten verringert werden. Im Fokus stehen zunächst datengestützte Qualitätsentwicklung, bessere Lernvoraussetzungen und ein stärkerer Transfer von Bildungsforschung in die Praxis.
SWK-Gutachten zur "datengestützten Entwicklung und Steuerung in Schulen und frühkindlicher Bildung" // Ständige Wissenschaftliche Kommission der KultusministerkonferenzIn ihrem am 26. März veröffentlichten Gutachten empfiehlt die SWK, Daten in Schule und früher Bildung systematischer für Qualitätsentwicklung und Steuerung zu nutzen. Sie bilanziert bestehende Instrumente, benennt Hürden und formuliert Empfehlungen – von Lernstandserhebungen über Diagnosetools bis zur Qualifizierung von Lehrkräften, Schulleitungen und Schulaufsicht. Im Interview mit Jan-Martin Wiarda erklären die Bildungsforscherinnen Petra Stanat und Felicitas Thiel, beide SWK-Mitglieder, wie der richtige Einsatz von Daten Schule und Unterricht besser machen kann. ICILS 2028: Neue Daten zu digitalen Kompetenzen, KI und Wohlbefinden // DIPF, Ruhr-Universität BochumDie internationale Studie erhebt seit 2013 alle fünf Jahre die digitalen Kompetenzen von Achtklässler:innen und erfasst zugleich Rahmenbedingungen wie Ausstattung und Einstellungen zum Lernen mit digitalen Medien. In Deutschland wird ICILS 2028 vom DIPF im Verbund mit der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt. Neu sind Aufgaben zu KI und digitalem Wohlbefinden. Die Ergebnisse sollen 2029 vorliegen. Digitale Bildung braucht mehr als Geräte // Bildungsklick, Universität BambergIm Kompetenzverbund lernen:digital haben Forschende der Universität Bamberg mit Partner:innen frei verfügbare Fortbildungen für Lehrkräfte entwickelt. Die Angebote reichen von KI im Literaturunterricht über digitale Elterngespräche bis zu passgenauen Mikro-Fortbildungen in der beruflichen Bildung. Im Mittelpunkt steht der fachspezifische, reflektierte Einsatz digitaler Medien. Schulabsentismus: Warum Kinder und Jugendliche die Schule schwänzen // Deutsches SchulportalDas Dossier bündelt Hintergründe, Praxisansätze und Rechtsfragen zum Thema Schulabsentismus. Besonders interessant ist ein bundesweit bislang einmaliges Forschungsprojekt aus Schleswig-Holstein: Die "SANSCHO"-Studie wertet Daten von 16.222 Jugendlichen an 186 Schulen aus und schafft erstmals belastbare Ausgangswerte. Die ersten Befunde zeigen, wie stark Fehlzeiten vor allem in Jahrgang 9 zunehmen und wie eng sie mit fehlenden Abschlüssen zusammenhängen. Wie soziale Herkunft die Folgen eines Ausbildungsabbruchs verschärft // Universität Bielefeld, IABEine in der "European Sociological Review" veröffentlichte Studie zeigt: Ein Ausbildungsabbruch hat je nach sozialer Herkunft sehr unterschiedliche Folgen. Für junge Menschen aus benachteiligten Familien gehen fehlende Abschlüsse langfristig mit deutlichen Einkommensverlusten einher, während privilegiertere Herkunft oft als "Puffer" wirkt. Die Befunde verweisen auf die Bedeutung früher Prävention und gezielter Unterstützung an Übergängen. In einem "IAB-Forum"-Magazinbeitrag werden die Studienergebnisse zudem in arbeitsmarktpolitische und arbeitsmarkttheoretische Debatten eingeordnet.
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